Die Provence in Film und Literatur

Kommen Sie mit auf eine kleine Reise durch Filme und Bücher, in denen die Provence lebendig wird!

Woran denken Sie, wenn Sie „Provence“ hören? An Kräuter, an Lavendel und an den Gesang der Zikaden? Nun, dann ist es an der Zeit, Ihren Horizont zu erweitern! Die Provence ist nicht nur eine atemberaubende Landschaft, die sogar die grössten Hollywood-Stars zum Träumen bringt, sondern sie bot und bietet auch Schriftstellern und Filmemachern eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Begeben Sie sich mit uns auf eine kleine Reise durch Filme und Bücher, die in den Herzen der Provenzalen einen besonderen Platz gefunden haben.

„Wenn man die Dummen tanzen lässt, dann wirst du nicht im Orchester sitzen!“

Sie haben dieses Zitat noch nie gehört? Keine Sorge! Wir helfen Ihnen, Ihr Filmwissen zu erweitern.  Dieser Ausspruch aus dem französischen Klassiker „Marius“ ist nur eines von vielen Filmzitaten, die dem Kinopublikum weltweit Gelegenheit gaben und noch geben, Marseille und, allgemein, die Provence kennenzulernen.  „Marius“ (1931), „Manon des sources“ (1952) oder „Jean de Florette“ (1986) – die Verfilmungen von Marcel Pagnols wichtigsten Werken zählen zu Frankreichs cineastischem Kulturerbe. Zuweilen lieferte Schriftsteller Pagnol selbst das Drehbuch oder wirkte als Regisseur hinter der Kamera. Die Provence hat ihm in Literatur und Filmschaffen viel zu verdanken;  „La Fille du puisatier“ (dt. Die Tochter des Brunnenbauers, 1940 von Pagnol selbst erstmals verfilmt) lässt sich als Paradebeispiel nennen. 
„La Gloire de mon père“ (im deutschen Sprachraum erschienen unter dem Titel „Der Ruhm meines Vaters“) und die Fortsetzung „Le Château de ma mère“ (im deutschen Sprachraum erschienen unter dem Titel „Das Schloss meiner Mutter“) entstanden in nicht allzu ferner Vergangenheit (1990) nach Pagnols autobiografischem Roman „Eine Kindheit in der Provence“ und lassen sich als Einladung zu einer begeisternden Reise in sagenhafte Landschaften verstehen. Weniger bekannt (und nicht in deutscher Sprache erschienen), aber nicht minder sehenswert sind die Komödien „Sacrés gendarmes“ (1980) von Bernard Launois und „Mon curé chez les nudistes“ (1982) von Robert Thomas, die ebenfalls vor den Kulissen der Provence entstanden. Es liegt an ihnen, diese Filme auf ihre private Kultfilmliste aufzunehmen...

„Volle Sicherheit gibt's nicht zur See. Da müssen Sie schon eine Insel kaufen..., kein Schiff! “

Auch diesem Zitat begegnen Sie, wenn Sie sich näher mit dem literarischen Werk Marcel Pagnols befassen. Es stammt aus „Fanny“, einem seiner Volksstücke, die sich als Liebeserklärung an Marseille und die einfachen Menschen seines Hafenviertels verstehen. Pagnols Schaffen verströmt den Duft von Thymian und Bohnenkraut und macht den Gesang der Zikaden unter der heissen Sonne Südfrankreichs hörbar. Ob schon Fan oder Neugieriger – einen Besuch in seinem Haus in Aubagne sollten Sie sich nicht entgehen lassen. 
Auch andere Schriftsteller sind untrennbar mit der Provence verknüpft: So Jean Giono und sein Roman „Le hussard sur le toit“ aus dem Jahr 1951 (im deutschen Sprachraum erstmals 1955 unter dem Titel „Der Husar auf dem Dach“ erschienen), der ebenfalls verfilmt wurde (1995). Dürfte man nur einen einzigen Schriftsteller nennen, um die literarische Seite der Provence zu entdecken, fiele die Wahl sicherlich auf Frédéric Mistral, der vor allem für sein Schaffen in okzitanischer Sprache berühmt wurde. Provenzalischer geht es nicht

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