Feigen – der Sommer in einer Frucht

Feigen: Provenzalische Rezepte Le Petit Marseillais

Begeben Sie sich mit uns auf Entdeckungsreise zu einer fleischig-weichen, schmackhaften Frucht aus dem Mittelmeerbecken – der Feige.

Der Legende nach soll der griechische Philosoph Platon grosser Liebhaber der Feige gewesen sein. „Nahrung für Athleten“ soll er sie genannt haben. Die Legende berichtet zwar nicht, ob Platon selbst ein Sportler war, aber eines steht doch fest: Er war ein Gourmet.  
Nicht umsonst ist die Frucht aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften Bestandteil der Kreta-Diät und zählte einst zu den wichtigsten Ernährungsgrundlagen der antiken Zivilisationen des Mittelmeerbeckens. Aber Sie müssen kein grosser Denker sein, um diese leckere, fleischig-weiche Frucht zu schätzen. Beissen Sie einfach hinein in das saftige Fleisch, das delikaten Duft verströmt und den Sommer in sich vereint – und schon entfliehen Sie in Gedanken in die Provence mit all ihrer Lebensleichtigkeit.  

Frisch oder getrocknet?  
Richtig köstlich ist die Feige, wenn sie gerade vom Baum gefallen ist. Ein lokales Sprichwort besagt, sie sei genau dann für den Verzehr bereit, wenn sie das Gewand des Armen trägt, Trunkenheit im Auge spiegelt und den Hals devot geneigt hat. Anders gesagt: Die Feige soll weich, leicht zerknittert und beschwipst sein. So beschrieben macht sie nicht unbedingt Appetit. Die Provenzalen aber haben Humor und beschränken sich nicht auf Äusserlichkeiten. Ist die Feige so weit gereift, schmeckt sie nämlich besonders exquisit! Aber auch getrocknet kann sie punkten. Sportlern tun ihre geballten Mineralstoffe und Vitamine gut. Nach der Anstrengung weckt die Feige neue Kräfte. 

Harmonie mit Feige: provenzalische Rezepte
Die Auswahl ist gross, wenn Sie Feigen auf den Tisch bringen möchten. Zum Frühstück verleiht sie einem Smoothie aus Bananen, Honig und Joghurt besonderen Pfiff. Sie mögen lieber Süss-Salziges? Die Feige ist die ideale Frucht, um Ihre Sinne mit sonnigen Geschmacksnoten zu verwöhnen. Sie passt nämlich auch ausgezeichnet zu verschiedenen Käsesorten, vor allem natürlich zu Banon, einer provenzalischen Ziegenkäsespezialität aus dem gleichnamigen Dorf.  
Mit rohem Schinken geht die Feige ebenfalls eine geschmacklich gelungene Liaison ein. Dabei unterstreicht die sehr reife Frucht die salzig-fruchtige Note des Schinkens.  Selbstverständlich zeigt sie sich beim Apéro als perfekte Begleiterin! Eine weitere französische Spezialität, Foie gras, ruft förmig nach der Feige – frisch oder als Konfitüre –, um sich voll entfalten zu können. Ausserdem versteht sich die Feige sehr gut mit Früchten der Saison. Zum Beispiel mit Himbeeren, mit denen sie im Salat köstlich harmoniert. Probieren Sie Feigen auch einmal in Tiramisu, Tartes oder Clafoutis. 

Die Feige und ihre guten Eigenschaften
Die frische Feige ist zwar süsser als Apfel oder Pflaume, hat aber trotzdem nicht mehr Kalorien. An Vitamin A und B steht sie ihnen ebenfalls in nichts nach und bietet Vitamin C, Ballaststoffe, Natrium, Eisen, Calcium und andere Nährstoffe in hohem Masse. Sie verwöhnt die Geschmacksknospen und schmeichelt dem Körper... Energie und innere Ausgeglichenheit geben sich dank der Feige ein Stelldichein. 


Im Schatten des Feigenbaums lässt es sich gut schlummern... 
Dass die Feige Geschmack und wohltuende Eigenschaften vereint, verdankt sie dem Baum, der sie trägt. Auch der Feigenbaum zählt zu den Wahrzeichen des Mittelmeerbeckens, wo er bereits seit Jahrtausenden angebaut wird. Er soll sogar der erste Baum überhaupt gewesen sein, der von den antiken Zivilisationen kultiviert wurde. Mit ihren breiten gelappten Blättern und der glatten hellgrauen Rinde schmiegt sich die Milchsaft führende Pflanze in sonnenbeschienene, warme Ecken. Vor Kälte geschützt, gedeiht die Echte Feige gut in der Nähe von Wänden, die sie vor Wind und Wetterkapriolen schützen. Der Feigenbaum weiss, was gut für ihn ist.

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