Oliven – Inbegriff der provenzalischen Küche

Olive und Olivenöl sind die Stars der provenzalischen Küche und in Frankreichs Süden allgegenwärtig!

In der Provence fühlt sich der Olivenbaum – Symbol für langes Leben, Frieden, Sieg, Kraft und Treue – mit seinen silbrigen Blättern und seinem knochigen Stamm ganz zu Hause. Die heisse Sonne des Sommers lässt ihn prächtig gedeihen. Majestätisch recken sich seine gut tragenden Äste dem scharfen Blau des Himmels entgegen und wiegen sich im Gesang der Zikaden. Eine provenzalische Landschaft ohne Olivenhaine, so weit das Auge reicht? Unvorstellbar! Und was wäre die provenzalische Küche ohne Olivenöl oder ein seines Namens würdiger Apéro ohne die Olive? 

Oliven überall! 
Bereits die Vorbereitung der Olive ist eine Kunst für sich. Auf den Märkten der Provence bieten die Erzeuger sie in grossen Schalen feil und schöpfen sie mit der Kelle. Überall ziert die Olive traditionelle Töpferwaren und verwöhnt natürlich den Gaumen. Sogar in Kuchen, Tartes oder Ragouts ist sie zu finden... die Provenzalen lieben einfach ihre Oliven! Und wer eins mit diesem Ambiente werden will, zieht sich eine Mütze auf und gesellt sich zu einer Partie Boule. Provenzalische Lebensart – es ist so einfach! 

1001 Arten, mit Olivenöl zu kochen
Pur, in der Vinaigrette, zum Schmoren, Kandieren, Braten... wenige Tropfen Olivenöl genügen, um uns direkt in die gesunde, wohlschmeckende Küche der Provence zu entführen. Olivenöl darf dort in keiner Sauce fehlen – ob kalt oder warm, es schmeckt immer. In einer Parmesan-Vinaigrette passt es ausgezeichnet zu Rucolasalat,  während hart gekochte Eier, Thunfisch oder kaltes Poulet in Kombination mit einer Mayonnaise mit Olivenöl zu einem echten Gaumenschmaus werden. Geflügel oder Fisch verleiht es im Ofen die richtige Bräune, und  ein in Olivenöl gedünstetes Ratatouille ist einfach nur delikat.  
Sie stehen nicht gerne lange am Herd? Olivenöl erspart Ihnen Kochkunststücke und garantiert eine schmackhafte Mahlzeit im Handumdrehen! Es genügt, mit frischem Basilikum bestreute Tomatenscheiben mit einem Faden Olivenöl zu überziehen, und schon werden Sie sich fühlen, als sässen Sie im Sommer in einer Gartenlaube; die weissen Vorhänge flattern in einer sanften Brise und im Hintergrund singen die Zikaden. 

Olivenöl als Grand Cru? Keine Frage!
Rund, rassig, raffiniert, rar, samtig... Olivenöl darf sich inzwischen mit Attributen schmücken, die einst grossen Weinen vorbehalten waren. Wie bei Spitzenweinen erkennt manch feiner Gaumen im Olivenöl Noten von roten Früchten, Haselnuss oder frisch gemähtem Gras.  Olivenöl spielt heute in der ersten Qualitätsliga mit; Degustationen besonderer Cuvées sind keine Seltenheit mehr, und Experten geben ihr Urteil unumwunden kund. Auch die Flaschen sind so kostbar wie das flüssige Gold, das sie umschliessen. Und die Preise? Im Höhenflug! In Frankreich nimmt man Gastronomie ernst! 

Olivenöl – Naturkraft pur!
Olivenöl fehlt in keinem Rezept für ein langes Leben. Von den Gastronomen wird es nicht zuletzt auch wegen seiner wohltuenden Wirkung gepriesen. In der Kosmetik verwöhnt es Haut und Haare und findet Anwendung in zahlreichen Feuchtigkeit spendenden Produkten, wie Peelings, Masken oder Cremes1. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass Olivenöl fester Bestandteil der Kreta-Diät ist. 

1 Pieroni, Cassandra L Quave, Maria Lorena Villanelli, Paola Mangino, Giulia Sabbatini, Luigina Santini, Tamara Boccetti, Monica Profili, Tamara Ciccioli, Loredana Giovanna Rampa, Giovanna Antonini, Claudia Girolamini, Marcello Cecchi, Marco Tomasi, Ethnopharmacognostic survey on the natural ingredients used in folk cosmetics, cosmeceuticals and remedies for healing skin diseases in the inland Marches, Central-Eastern Italy, Journal of Ethnopharmacology, volume 91, nummers 2–3, april 2004, pagina's 331-344, ISSN 0378-8741
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